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Life+ Natur

Kiebitznest in den feuchten FlÀchen der Hetter.
Naturbeobachtungen

17.04.17

Die feuchten Wiesen locken zahlreiche DurchzĂŒgler und Brutvögel

Die feuchten FlĂ€chen in der Hetter sind attraktiv fĂŒr die Vogelwelt. Wie sehr, zeigen mal wieder die aktuellen Beobachtungen. Als besondere Highlights konnten in den letzten Tagen ca. 20... [mehr]

Erfolgskontrolle

Bruterfolgskontrolle

Die Wirksamkeit der im Projekt durchgefĂŒhrten Maßnahmen soll auch nach Projektende anhand der UferschnepfenbestĂ€nde in der FlĂ€che ĂŒberprĂŒft werden. Die durchgefĂŒhrten Maßnahmen haben die FeuchteverhĂ€ltnisse der Hetter im FrĂŒhjahr so verbessert, dass sich der Bestand der Uferschnepfe stabilisiert hat.

Die Erfolgskontrolle setzt sich aus mehreren AktivitĂ€ten zusammen. Neben einer Erfassung der BrutbestĂ€nde der Uferschnepfen, wird der jĂ€hrliche Bruterfolg bewertet. ZusĂ€tzlich werden die WasserstĂ€nde im Gebiet automatisch durch Pegellogger erfasst. 

Durch die Erfassung der Brutreviere wird ĂŒberprĂŒft, ob in den Bereichen mit umgesetzten Maßnahmen höhere Brutpaardichten erreicht werden können,

  •  im Vergleich zu Vorjahren, 
  •  im Vergleich zur Umgebung und
  •  im Vergleich beider Varianten (Naturschutz- vs. PrivatflĂ€chen). 

Ein wichtiger Faktor fĂŒr den RĂŒckgang von Wiesenvögeln ist unzureichender Bruterfolg. WĂ€hrend der Projektlaufzeit wurde die Entwicklung des Bruterfolges erfasst und dokumentiert. Nach Ablauf des Projektes geschieht die Erfolgskontrolle im Rahmen der Gebietsbetreuung bzw. ĂŒber die Berichtspflicht der Flora-Fauna-Habitat Gebiete (FFH).

 

 

Erfolgskontrolle Monitoring PegelstÀnde (OberflÀchenwasser)

Die in den Jahren 2010 und 2011 begonnenen, erfolgreich eingesetzten Probestaue in den GrĂ€ben im Kerngebiet der Uferschnepfe im Großen Hetterbogen wurden im Winter 2011/2012 erneut fortgefĂŒhrt. Diesmal in grĂ¶ĂŸerem Umfang und bereits zu Winterbeginn, um die Wirkung bei hohen WasserstĂ€nden erfassen zu können.
Dazu wurden GrĂ€ben zwischen NaturschutzflĂ€chen mit SandsĂ€cken und Folie provisorisch geschlossen, um das Wasser in den GrĂ€ben zurĂŒckzustauen. Es zeigt sich, dass so OberflĂ€chenwasser auf den Wiesen in gewissen Bereichen zurĂŒckgehalten werden kann.

Um zu ĂŒberprĂŒfen, welchen Effekt diese Staumaßnahmen haben und wie hoch der Wasserstand auf den FlĂ€chen in den einzelnen Monaten ist, wurde regelmĂ€ĂŸig dokumentiert, wo sich blanke und feuchte Stellen befanden.

Die Ergebnisse dieses Monitorings stimmen mit denen des hydrologischen Gutachtens ĂŒberein, welches 2011 fertiggestellt wurde. Man erkennt gut, dass die tiefer gelegenen FlĂ€chen im Gebiet wesentlich nasser und feuchter sind als die höher gelegenen WiesenflĂ€chen. Besonders in diesen Bereichen halten sich Uferschnepfen und andere Wiesenvögel, sei es zum Rasten oder BrĂŒten, gerne auf.
Nach den Erfahrungen aus den Probestauen in den Jahren zuvor , wurden im Winter 2012/2013 dauerhafte Staue in die GrĂ€ben eingesetzt. Diese können frei regulierbar je nach gewĂŒnschter Stauhöhe geschlossen und rechtzeitig zur Mahd wieder geöffnet werden, falls dies aufgrund der Witterung erforderlich ist. 

Die neu eingebauten Staue zeigten im FrĂŒhjahr 2013 erste positive Wirkungen. So waren viele FlĂ€chen im ausgehenden Winter, beginnenden FrĂŒhjahr trotz geringer NiederschlĂ€ge lĂ€nger feucht bis nass als in den vergangenen Jahren. Viele dieser FlĂ€chen waren bei der außergewöhnlichen Wetterlage im MĂ€rz 2013 von einer Eisschicht bedeckt, ein Bild welches man nur von frĂŒheren Jahren aus der Hetter kennt.

Die FlĂ€chen waren Ende MĂ€rz/Anfang April noch sehr feucht, was fĂŒr viele durchziehende Vögel attraktiv war. So rasteten mehrere GrĂŒnschenkel, Flussregenpfeifer und Regenbrachvögel, sowie mehr als 250 Große Brachvögel und 500 Bekassinen in dem Bereich nahe den WasserflĂ€chen. Die ersten Uferschnepfen hielten sich bei ihrer Ankunft oft in den feuchten und sehr feuchten WiesenflĂ€chen auf.