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Naturbeobachtungen

12.03.18

Das Uferschnepfenjahr 2018 hat begonnen

Am 11.3. wurden wieder die ersten Uferschnepfen in der Hetter gesehen. Herr Ernst hat uns dies gemeldet. Vielen Dank daf√ľr! Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 37 Brutpaare, die anfangs noch sehr... [mehr]

Erfolgskontrolle

Bruterfolgskontrolle

Die Wirksamkeit der im Projekt durchgef√ľhrten Ma√ünahmen soll auch nach Projektende anhand der Uferschnepfenbest√§nde in der Fl√§che √ľberpr√ľft werden. Die durchgef√ľhrten Ma√ünahmen haben die Feuchteverh√§ltnisse der Hetter im Fr√ľhjahr so verbessert, dass sich der Bestand der Uferschnepfe stabilisiert hat.

Die Erfolgskontrolle setzt sich aus mehreren Aktivit√§ten zusammen. Neben einer Erfassung der Brutbest√§nde der Uferschnepfen, wird der j√§hrliche Bruterfolg bewertet. Zus√§tzlich werden die Wasserst√§nde im Gebiet automatisch durch Pegellogger erfasst. 

Durch die Erfassung der Brutreviere wird √ľberpr√ľft, ob in den Bereichen mit umgesetzten Ma√ünahmen h√∂here Brutpaardichten erreicht werden k√∂nnen,

  •  im Vergleich zu Vorjahren, 
  •  im Vergleich zur Umgebung und
  •  im Vergleich beider Varianten (Naturschutz- vs. Privatfl√§chen). 

Ein wichtiger Faktor f√ľr den R√ľckgang von Wiesenv√∂geln ist unzureichender Bruterfolg. W√§hrend der Projektlaufzeit wurde die Entwicklung des Bruterfolges erfasst und dokumentiert. Nach Ablauf des Projektes geschieht die Erfolgskontrolle im Rahmen der Gebietsbetreuung bzw. √ľber die Berichtspflicht der Flora-Fauna-Habitat Gebiete (FFH).

 

 

Erfolgskontrolle Monitoring Pegelstände (Oberflächenwasser)

Die in den Jahren 2010 und 2011 begonnenen, erfolgreich eingesetzten Probestaue in den Gr√§ben im Kerngebiet der Uferschnepfe im Gro√üen Hetterbogen wurden im Winter 2011/2012 erneut fortgef√ľhrt. Diesmal in gr√∂√üerem Umfang und bereits zu Winterbeginn, um die Wirkung bei hohen Wasserst√§nden erfassen zu k√∂nnen.
Dazu wurden Gr√§ben zwischen Naturschutzfl√§chen mit Sands√§cken und Folie provisorisch geschlossen, um das Wasser in den Gr√§ben zur√ľckzustauen. Es zeigt sich, dass so Oberfl√§chenwasser auf den Wiesen in gewissen Bereichen zur√ľckgehalten werden kann.

Um zu √ľberpr√ľfen, welchen Effekt diese Stauma√ünahmen haben und wie hoch der Wasserstand auf den Fl√§chen in den einzelnen Monaten ist, wurde regelm√§√üig dokumentiert, wo sich blanke und feuchte Stellen befanden.

Die Ergebnisse dieses Monitorings stimmen mit denen des hydrologischen Gutachtens √ľberein, welches 2011 fertiggestellt wurde. Man erkennt gut, dass die tiefer gelegenen Fl√§chen im Gebiet wesentlich nasser und feuchter sind als die h√∂her gelegenen Wiesenfl√§chen. Besonders in diesen Bereichen halten sich Uferschnepfen und andere Wiesenv√∂gel, sei es zum Rasten oder Br√ľten, gerne auf.
Nach den Erfahrungen aus den Probestauen in den Jahren zuvor , wurden im Winter 2012/2013 dauerhafte Staue in die Gr√§ben eingesetzt. Diese k√∂nnen frei regulierbar je nach gew√ľnschter Stauh√∂he geschlossen und rechtzeitig zur Mahd wieder ge√∂ffnet werden, falls dies aufgrund der Witterung erforderlich ist. 

Die neu eingebauten Staue zeigten im Fr√ľhjahr 2013 erste positive Wirkungen. So waren viele Fl√§chen im ausgehenden Winter, beginnenden Fr√ľhjahr trotz geringer Niederschl√§ge l√§nger feucht bis nass als in den vergangenen Jahren. Viele dieser Fl√§chen waren bei der au√üergew√∂hnlichen Wetterlage im M√§rz 2013 von einer Eisschicht bedeckt, ein Bild welches man nur von fr√ľheren Jahren aus der Hetter kennt.

Die Fl√§chen waren Ende M√§rz/Anfang April noch sehr feucht, was f√ľr viele durchziehende V√∂gel attraktiv war. So rasteten mehrere Gr√ľnschenkel, Flussregenpfeifer und Regenbrachv√∂gel, sowie mehr als 250 Gro√üe Brachv√∂gel und 500 Bekassinen in dem Bereich nahe den Wasserfl√§chen. Die ersten Uferschnepfen hielten sich bei ihrer Ankunft oft in den feuchten und sehr feuchten Wiesenfl√§chen auf.