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Naturbeobachtungen

07.03.17

Die Uferschnepfen sind zurück inder Hetter

Nachdem es in den letzten Wochen reichlich geregnet hatte, präsentieren sich die Flächen in der Hetter pünktlich zur Ankunft der Vögel wunderbar feucht. Einige Ornithologen hatte die Tiere schon... [mehr]

Aufstau von Gräben

Schlüsselfaktor Wasser

Der Schlüsselfaktor zur Verbesserung der Nahrungsbedingungen für Uferschnepfen, ist das Wasser. Dementsprechend muss der zunehmenden Trockenheit der Feuchtwiesen in der Hetter entgegengewirkt werden, mit dem Ziel das Grünland während der Brutphase länger feucht zu halten.
Dafür haben Hydrologen der „ahu AG“ aus Aachen im Rahmen des LIFE-Projektes ein Gutachten erstellt und geholfen entsprechende wasserbauliche Maßnahmen zu entwickeln. Grundvoraussetzung war, dass sich diese Maßnahmen auf Flächen und Gräben begrenzen, die im Eigentum der NRW-Stiftung, des NABU oder des Landes NRW sind. Benachbarte private Flächen dürfen weder betroffen, noch beeinträchtigt werden. 
Der Deichverband Bislich-Landesgrenze war von Beginn an beteiligt und begleitete die Maßnahmenplanung.

Dynamische Regulierung der Wasserstände

Da auf den Grundwasserspiegel kein Einfluss genommen werden kann, empfahlen die Gutachter, den Abfluss des Oberflächenwassers von den Naturschutzflächen zu verzögern. Gegen Ende eines Winters oder nach anhaltenden Niederschlägen steht in den tiefstgelegenen Bereichen der Feuchtwiesen oberflächlich Wasser. Um das Wasser länger auf den Flächen zu halten, sollen in die kleineren Entwässerungsgräben zwischen den Grünlandparzellen regelbare Staue eingebaut werden.

Anstau von Gräben

Die Brutreviere der Uferschnepfe und weiterer Wiesenvögel wie Rotschenkel liegen in der Hetter meist in den tiefer liegenden, feuchteren Bereichen. Durch den Einbau von regelbaren Stauwehren können die Brutflächen der Wiesenvögel in der Brutsaison feucht gehalten werden. Der zeitlich befristete Anstau von Gräben verhindert den Verlust von Wasser aus dem Gebiet. So kann sich die Feuchtigkeit länger auf den Flächen halten. Nach Beendigung der Brutzeit können die Staue geöffnet werden und das Wasser kann abfließen. Eine Bewirtschaftung ist dann ohne weitere Einschränkungen möglich.  

Die regulierbaren Wehre ermöglichen es zudem überschüssiges Wasser ablaufen zu lassen und bei Bedarf, zum Beispiel für notwendige Bewirtschaftungsmaßnahmen, das Wasser über die Landwehr abfließen zu lassen.