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Life+ Natur

Kiebitznest in den feuchten Flächen der Hetter.
Naturbeobachtungen

17.04.17

Die feuchten Wiesen locken zahlreiche Durchzügler und Brutvögel

Die feuchten Flächen in der Hetter sind attraktiv für die Vogelwelt. Wie sehr, zeigen mal wieder die aktuellen Beobachtungen. Als besondere Highlights konnten in den letzten Tagen ca. 20... [mehr]

Das Projektgebiet

Eng schmiegt sich das Naturschutzgebiet "Hetter-Millinger Bruch" - kurz Hetter - in zwei großen Bögen im Nordosten des Kreises Kleve an die niederländische Grenze. Auf den ersten Blick ein unscheinbares Gebiet mit überwiegend Grünland, auf den zweiten Blick aber eines der letzten Paradiese für viele seltene Vogelarten

Lage des NSG Hetter-Millinger-Bruch

Mit ihren ausgedehnten, flachen, offenen Feuchtwiesen und -weiden ist die Hetter ein wertvoller Lebensraum für über 30 Vogelarten von gemeinschaftlichem europäischem Interesse. Insbesondere gilt dies für Arten, wie die Uferschnepfe, die auf feuchte bis nasse Lebensräume angewiesen sind.  

Doch auch dieses Paradies hat sich in den letzten 30 Jahren extrem verändert, so dass sowohl die Brutbestände der Wiesenvögel als auch die Rastvogelbestände einen dramatischen Rückgang verzeichnen. 

Ursächlich für diesen Rückgang ist vor allem die Entwässerung des Gebietes. So führt die zunehmende Sohleintiefung des Rheins zu einer Absenkung des Grundwasserspiegels, winterliche Überschwemmungen bleiben aus oder fallen weniger stark aus als früher, feuchte Blänken und Senken gehen zunehmend verloren. Kurz, die Feuchtwiesen der Hetter werden immer trockener und damit die Lebensbedingungen für die Uferschnepfe immer schwieriger.  

Mit gezielten Maßnahmen im Gelände soll nun der Lebensraum für die Uferschnepfe und anderer Wiesenvögel wieder verbessert werden, so dass der Bestandsrückgang der Art gestoppt und der Trend möglicherweise sogar umgekehrt werden kann.