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Naturbeobachtungen

07.03.17

Die Uferschnepfen sind zurĂŒck inder Hetter

Nachdem es in den letzten Wochen reichlich geregnet hatte, prĂ€sentieren sich die FlĂ€chen in der Hetter pĂŒnktlich zur Ankunft der Vögel wunderbar feucht. Einige Ornithologen hatte die Tiere schon... [mehr]

Historische Entwicklung

Germanen- und Römerzeit

Der Name geht auf den Germanenstamm der Hattuarier zurĂŒck. Dieser besiedelte das Gebiet schon vor 2.000 Jahren. Noch zur Römerzeit durchströmte ein Nebenarm des Rheins die Hetter. Vermutlich von den Römern schon als Grenzanlage ausgebaut, war diese Seitenrinne eine der Ă€ltesten Grenzbefestigungen Deutschlands und zugleich Nordgrenze des römischen Reiches.

Polderung und EntwÀsserung

Innere Hetter-Landwehr (Foto: D. Doer, NABU-Naturschutzstation; Mai 2007)
Innere Hetter-Landwehr (Foto: D. Doer, NABU-Naturschutzstation; Mai 2009)
Blank stehende Senke im Großen Hetterbogen (Foto: D. Doer, NABU-Naturschutzstation; April 2009)
Senke im Großen Hetterbogen (Foto: D. Doer, NABU-Naturschutzstation; April 2006)

Bereits im 8. Jahrhundert begannen die Bewohner mit der Polderung des Gebietes, um die fruchtbaren ehemaligen Flussmarschen dauerhaft landwirtschaftlich zu nutzen. Die eigentliche AusprĂ€gung der das Gebiet begrenzenden Landwehren als Grenzbefestigung erfuhr die ehemalige Hochflutrinne des Rheins im 15. Jahrhundert. Die Landwehren gehören somit zu den Ă€ltesten, noch erhaltenen Grenzanlagen Deutschlands und sind als Bodendenkmal ausgewiesen. NiederlĂ€ndische Broeker legten bereits im Mittelalter die EntwĂ€sserungsgrĂ€ben an. Noch heute durchziehen sie das Gebiet. Der RĂŒckstau in den Landwehren ĂŒberschwemmte bei Hochwasser vor allem im Winterhalbjahr regelmĂ€ĂŸig die Weiden. Tiefer liegende Bereiche blieben lange „blank“ und feucht. Dieser Umstand und die isolierte Lage bedingen bis heute die geringe menschliche Besiedlung. So erfolgte die Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung in der Hetter deutlich langsamer als in anderen Bereichen des Niederrheins. Lange Zeit bot die Hetter daher ideale Lebensbedingungen fĂŒr Wiesenvögel in weitrĂ€umig zusammenhĂ€ngendem FeuchtgrĂŒnland.

Durch die Sohleintiefung des Rheins von durchschnittlich 2 cm pro Jahr in den letzten hundert Jahren und starkem lokalen Grundwasserentzug macht sich die fortdauernde Grundwasserabsenkung heute deutlich bemerkbar. Eine fĂŒr WiesenbrĂŒter ausreichende WasserrĂŒckhaltung ist zur Zeit nicht möglich.