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Life+ Natur

12.09.18

Monumentendag in Netterden (NL)

Das Naturschutzzentrum im Kreis Kleve und die NABU-Naturschutzstation Niederrhein nahmen am 8.9.2018 am Monumentendag in Netterden (NL) teil. Mit einer Ausstellung √ľber das Life-Projekt f√ľr die... [mehr]

Historische Entwicklung

Germanen- und Römerzeit

Der Name geht auf den Germanenstamm der Hattuarier zur√ľck. Dieser besiedelte das Gebiet schon vor 2.000 Jahren. Noch zur R√∂merzeit durchstr√∂mte ein Nebenarm des Rheins die Hetter. Vermutlich von den R√∂mern schon als Grenzanlage ausgebaut, war diese Seitenrinne eine der √§ltesten Grenzbefestigungen Deutschlands und zugleich Nordgrenze des r√∂mischen Reiches.

Polderung und Entwässerung

Innere Hetter-Landwehr (Foto: D. Doer, NABU-Naturschutzstation; Mai 2007)
Innere Hetter-Landwehr (Foto: D. Doer, NABU-Naturschutzstation; Mai 2009)
Blank stehende Senke im Großen Hetterbogen (Foto: D. Doer, NABU-Naturschutzstation; April 2009)
Senke im Großen Hetterbogen (Foto: D. Doer, NABU-Naturschutzstation; April 2006)

Bereits im 8. Jahrhundert begannen die Bewohner mit der Polderung des Gebietes, um die fruchtbaren ehemaligen Flussmarschen dauerhaft landwirtschaftlich zu nutzen. Die eigentliche Auspr√§gung der das Gebiet begrenzenden Landwehren als Grenzbefestigung erfuhr die ehemalige Hochflutrinne des Rheins im 15. Jahrhundert. Die Landwehren geh√∂ren somit zu den √§ltesten, noch erhaltenen Grenzanlagen Deutschlands und sind als Bodendenkmal ausgewiesen. Niederl√§ndische Broeker legten bereits im Mittelalter die Entw√§sserungsgr√§ben an. Noch heute durchziehen sie das Gebiet. Der R√ľckstau in den Landwehren √ľberschwemmte bei Hochwasser vor allem im Winterhalbjahr regelm√§√üig die Weiden. Tiefer liegende Bereiche blieben lange ‚Äěblank‚Äú und feucht. Dieser Umstand und die isolierte Lage bedingen bis heute die geringe menschliche Besiedlung. So erfolgte die Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung in der Hetter deutlich langsamer als in anderen Bereichen des Niederrheins. Lange Zeit bot die Hetter daher ideale Lebensbedingungen f√ľr Wiesenv√∂gel in weitr√§umig zusammenh√§ngendem Feuchtgr√ľnland.

Durch die Sohleintiefung des Rheins von durchschnittlich 2 cm pro Jahr in den letzten hundert Jahren und starkem lokalen Grundwasserentzug macht sich die fortdauernde Grundwasserabsenkung heute deutlich bemerkbar. Eine f√ľr Wiesenbr√ľter ausreichende Wasserr√ľckhaltung ist zur Zeit nicht m√∂glich.